LINKS goes Feministischer Kampftag
07. März 2021 // 15:00 - 20:30 Uhr
LINKS goes Feministischer Kampftag
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Sonntag, 07. März, 15:00–20:30, Online Link folgt!

Alerta, alerta feminista! Am 8. März ist feministischer Kampftag. LINKS versteht sich als dezidiert queer-feministische Partei und daher gibt es in Vorbereitung auf diesen wichtigen Anlass für uns jede Menge zu sagen, besprechen, austauschen, diskutieren und aufschreien! Wir wollen und können nicht stumm zusehen, wie FLINT-Personen weiter als Care-Arbeiter*innen bis an und über ihre Grenzen ausgebeutet werden. Wir wollen nicht schweigen zu vielfältigen der Formen der Gewalt, Unterdrückung, Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die FLINT-Personen nach wie vor tagtäglich erleben. Wir erheben unsere Stimmen! Wir wollen uns laut und stark für eine geschlechtergerechte, antisexistische, queer-feministische und solidarische Gesellschaft aussprechen. Gebt uns Brot, gebt uns Rosen, gebt uns gleiche Rechte, gebt uns gerechte Löhne, gebt uns Anerkennung – gebt uns die ganze Bäckerei!

Unter dem Motto “sie nennen es Liebe, wir nennen es Arbeit” bieten wir in drei aufeinanderfolgenden Talks Raum für Inputs und Diskussionen:
1) Zur Rolle von FLINT*-Personen als “Systemerhalter*innen” in der Krise
2) Feministischem Aktivismus in Wien
3) Feministische Bezirkspolitik von LINKS.
Programm:
Sie nennen es Liebe, wir nennen es Arbeit – LINKS goes feministischer Kampftag
15 Uhr Begrüßung durch Leonie Stein – Aktivistin bei LINKS
15:00 – 16:30
1) Für Systemrelevanz kann frau* sich nichts kaufen
Unsere Referent*innen werden in einem ersten Teil von ihrem systemkritischen Alltag berichten. Welche 1) Veränderungen die Krise und die Gegen-Maßnahmen der Regierung mit sich brachten 2) was ihnen im Laufe der Krise versprochen wurde und 3) wie die Realität aussieht.
Im zweiten Teil werden unsere Input-Personen davon sprechen: 1) Vor welchen strukturellen Hindernissen FLINT*-Personen stehen, 2) warum in “systemkritischen” und teils prekären Arbeits-Verhältnissen FLINT*-Personen mehrheitlichen vertreten sind. Und wir wollen auch Raum geben, um 3) eine Organisierung am Arbeitsplatz nicht nur zu träumen, sondern konkret Konzepte vorzulegen
15:10 Judith Suttner – Biologin und ehemalige Ordinationskraft (privat/Allgemeinmedizin)
15:20 Karoline – Volksschullehrerin
15:30 Pause
15:40 Marija – Hotellerie-Kraft / Rezeptionistin
15:50 Anna László – Notschlafstelle
16:00 Nicky – Referentin Bildungspolitik und Ökonomin (Care-Arbeit)
16:10 Heidi Rieder – Links-Aktivistin und beim Arbeiter*innenstandpunkt organisiert
ab 16:20: Diskussion
Moderation:
Berry Maletzky – Nicht binärer Aktivist bei LINKS.
17:00 – 18:30
2) Feministischer Aktivismus
Feministischer Aktivismus äußert sich nicht nur in einer Form. Feministische Kämpfe werden an vielen Fronten geführt: Der Kampf gegen Sexismus, Gleichstellung von Care-Arbeit, Kampf gegen den Gender-Gap oder der mediale Aufschrei zu Forderungen von FLINT*-Personen. Denn solange Führungspositionen und die Politik mehrheitlich von cis-Männern besetzt ist, werden unsere Forderungen immer nach hinten gestellt!
Feministischer Aktivismus setzt sich für eine Entpatriachalisierung und eine bessere Gesellschaft für alle ein.
17:00 Einleitung
17:10 Djana Leah Mosser – Verein nicht binärer Menschen (VENIB) und Take back the streets – tbts
17:25 Bir – Antisexistische Pöbelaktion
17:40 Pause
17:55 Jana Benjamin – Aktivistin bei Links und Claim The Space
18:10 Barbara Stefan – Aufstand der Alleinerziehenden
Moderation
Leonie Stein – Aktivistin bei LINKS
19:00 – 20:30
3) Feministische Bezirkspolitik von LINKS
LINKS macht feministische Bezirkspolitik. Jetzt schon und es soll in Zukunft noch viel mehr davon geben! 4 LINKS Bezirksrät*innen berichten von ihren Erfahrungen und teilen ihre Pläne und Visionen. Gemeinsam diskutieren wir, was wir unter feministischer Bezirkspolitik verstehen. Wir analysieren was gut und was weniger gut läuft und stellen Überlegungen dazu an, wie eine gemeinsame Strategie von LINKS zu feministischer Bezirks- bzw. Lokalpolitik aussehen könnten.
Der Talk wird in Form einer Podiumsdiskussion gestaltet. Wir starten mit einer Vorstellungsrunde, gefolgt von Eingangsstatements der Referent*innen und einer offenen Diskussion mit dem Publikum.
Referent*innen
Carina Karner ist Physikerin, Bezirksrät*in in 1060 und Mitglied des Koordinationsteams von LINKS. Sie war außerdem maßgeblich an der Erarbeitung des Code of Conduct von LINKS beteiligt und an den Vorarbeiten zur Einrichtung einer Anlaufstelle, die sich mit der Bearbeitung von Übergriffen und Konflikten bei LINKS befasst. Sie spricht darüber, welche feministischen Aktivitäten es in 1060 bereits gibt und was aus ihrer Sicht fehlt in der bisherigen Politik von SPÖ und Grünen im Bezirk.
Sidal Keksin ist arbeitslos, Bezirksrät*in in 1160, aktiv in den LINKS Interessengruppen FLINT und Marxismus und außerdem Aktivistin bei Queer Alternativ, Türkis Rosa Lila Villa, RiseUp4Rojava und in migrantischen antifaschistischen Kontexten tätig. Sidal spricht über queerfeministische und antirassistisch feministische Lösungen in der Bezirkspolitik.
Amela Mirkovic ist alleinerziehende Mutter und Großmutter. Sie ist seit 2015 Bezirksrät*in in 1040 und war nach ihrem Wechsel von den Grünen die ersten Bezirksrätin von LINKS. Amela spricht über Gender Budgeting auf Bezirksebene.
Christin Spormann ist Studentin (Cultural Differences and Transnational Process, Kultur und Sozialanthropologie Master), Social Media Managerin und Bezirksrät*in in 1140. In ihrem Studium setzt sie sich u.a. auch mit feministischen Themen. Inhaltlich engagiert sie sich bei LINKS beispielsweise zu den Themen Leerstand und Arbeitszeitverkürzung. Sie spricht über Redebeiträge in der Bezirksvertretung, also darüber wem das Wort erteilt wird, wer sich wie viel Redezeit nimmt, wie wichtig das Reden als FLINT-Person in BV-Sitzungen ist und wie man diese nutzen kann um feministische Themen voranzutreiben.
Moderation
Anna Fox ist Referent*in im Bereich öffentliche Gesundheit und Bezirksrät*in 1070. Sie ist Mitglied der IG FLINT und engagiert sich bei LINKS außerdem zu den Themen leistbares Wohnen, Leerstand, Krisenpolitik, Barrierefreiheit und feministische Bezirkspolitik.