LINKSTalk: held*innen-Verehrung in der krise? Antworten von LINKS!

LINKS lädt zum 10. Online-Talk anlässlich der Corona-Krise.

Das Treffen findet online statt.
Wann: Samstag, 25.5.2020 um 18:00 Uhr
Wo: Online via ZOOMMeeting-ID: 973-3095-5746

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Held*innen-Verehrung in der Krise? – Nein danke! Antworten von LINKS!

In Mainstream-Medien wird darüber berichtet, wie Frauen Job, Kinder, Haushalt, Partner*in, Home-Schooling und ihr Leben schupfen. Sie seien regelrechte Held*innen der Krise, ist dort zu lesen. Ähnlich ist es, wenn die Rede von den Angestellten in “systemrelevanten Berufen” ist: auch der Großteil in Pflege und im Lebensmittelhandel ist weiblich. Sie seien die wahren Held*innen der Krise, hören wir oft. Unwidersprochen leisten jene Personen derzeit Außergewöhnliches. Gleichzeitig verschleiert dieser Held*innen-Diskurs existierende Strukturen einer neoliberalen, patriarchalen Gesellschaft.

Die Corona-Pandemie verschärft und verdeutlicht jene soziale Ungleichheit, die bereits zuvor gegenüber Frauen sichtbar war: Armutsgefährdung trotz Erwerbstätigkeit und daraus folgende Altersarmut, (häusliche) Gewalt, gesundheitliche Belastungen, überwiegende Leistung von Care-Arbeit (unbezahlte Sorge- und Pflegearbeit), usw.

Auch Non-Binary-Personen in Wien stellt die Corona-Pandemie vor neue Herausforderungen: so ist die Trans-Ambulanz noch eingeschränkter geöffnet, als dies zu Beginn des Jahres war. Es ist zu befürchten, dass sich jene soziale Ungleichheit noch mehr verstärkt. Ein Indiz ist, dass die österreichische Bundesregierung jene Personen hintan stellt, die als ökonomisch “nicht verwertbar” gelten: egal, ob es sich dabei um Kulturschaffende oder um Kinder handelt.

Wie können wir als Linke dieser Verdichtung sozialer Ungleichheit begegnen? Welche Strategien gibt es, hier Widerstand zu leisten? Wo haben jene Handlungsstrategien bereits früher erste Erfolge gezeigt? Und: wie kann widerständiges Handeln auch lustvoll sein?

Mit Inputs von Vertreter*innen der Interessengruppe FLINT und Gäst*innen

Das Treffen ist offen für alle: Wir wollen eure Themen hören, sammeln, gemeinsam Forderungen formulieren und Alternativen entwickeln. Gebt Freund*innen, Verwandten und Bekannten Bescheid!

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