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Unser Bezirksprogramm

Pflegearbeit

Hausarbeit, Pflege und Kinderbetreuung als Arbeit anerkennen

10% der Wiener*innen sind Kinder bis zu 10 Jahren. Ihre Betreuung und sämtliche andere Hausarbeit müssen anerkannt werden – und nicht nur am Muttertag! Hausarbeit darf nicht mehr auf Kosten der finanziellen Absicherung geleistet werden!
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Einerseits braucht es ein gutes Angebot, dass Haushalte entlastet werden durch professionelle Hilfe in der Pflege und durch Kinderbetreuungsarbeit. Dafür ist eine gute Bezahlung und Ausbildung der Angestellten im Bereich Pflege und Kinderbetreuung notwendig. So bekommen pflegende und betreuende Familienangehörige die Möglichkeit, erwerbstätig zu werden, wenn sie es wollen.

Andererseits bedeutet Anerkennung, dass Hausarbeit – wie andere Arbeitsverhältnisse auch – entlohnt wird, inklusive Pensions- und Sozialversicherung. Daher fordern wir 1950,00 € netto für alle, die sich Vollzeit um andere Menschen kümmern.

Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung auf 30h/Woche bei vollem Lohnausgleich

Arbeitszeitverkürzung bedeutet nicht nur eine bessere Verteilung der Arbeit und Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch eine Verbesserung der Lebensqualität insgesamt.

Arbeitsplätze zu sichern ist vor allem nach Corona eines der wichtigsten Anliegen.

Arbeitszeitverkürzung beugt Krankheiten vor, die durch übermäßigen Stress entstehen. Mehr Zeit bedeutet mehr Zeit für Sport oder andere Aktivitäten. Das wiederum entlastet das Gesundheitssystem.

Arbeitszeitverkürzung bedeutet, mehr Zeit mit Kindern, Familie und Freunden verbringen zu können.

Arbeitszeitverkürzung ist auch gut für Umwelt und Klima. Zum Beispiel kann man sich mehr Zeit auf dem Weg zur Arbeit lassen und fährt dann doch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, statt genervt im Auto durch die Stadt zu jagen. Lohnarbeit darf nicht rund um die Uhr unser Leben bestimmen – stattdessen müssen Bedürfnisse der Menschen, wie das Bedürfnis nach Erholung, selbstbestimmter Freizeitgestaltung und aktiver Teilnahme an politischen Aktivitäten, einen höheren Stellenwert bekommen.

Soziale Sicherheit

Soziale Sicherheit durch Rechtsanspruch auf unbürokratische Existenzsicherung und eine Mindestpension von 1.500,00 € im Monat

Was tun bei Arbeitslosigkeit? Wie mit der Pension zurechtkommen, die unter der Armutsgrenze liegt?

Jede und jeder ist Teil der Gesellschaft und hat ein Recht auf soziale Sicherheit – niemand soll sich sorgen, dass zu wenig Geld für Miete und Heizung da ist oder für andere lebensnotwendige Dinge.

Niemand darf durch Wartezeiten, unübersichtliche Anträge und Formulare auf den Ämtern schikaniert werden.

Über LINKS Liesing

Wir zahlen nicht für eure Krise – Anerkennung von Pflege- und Betreuungsarbeit

Liesing ist ein „junger Bezirk“ – nur ein Viertel der Bevölkerung ist älter als 65 und fast 20% sind Kinder bis 14 Jahre. Doch auch hier sind die Wirkungen der Krise spürbar und erfahrbar, wenn man sich mit Eltern – vor allem Müttern – auf den vielen Spielplätzen unterhält.

Als Bezirksgruppe haben wir uns damit auseinandergesetzt, was Kinderbetreuung, Pflege und Hausarbeit bedeuten, wenn sie unentgeltlich geleistet werden. Diese anstrengende Arbeit geht auf Kosten der finanziellen Absicherung von zumeist Frauen und auf ihre Gesundheit. Besonders hart trifft es Alleinerziehende und prekär Beschäftigte. Langzeitfolgen sind niedrige Pensionen und Erkrankungen.

Uns ist bewusst, dass Verantwortung vor allem Müttern, Alleinerziehenden und Eltern zugeschoben und viel zu wenig Hilfe bei Problemen angeboten wird. Zum Beispiel werden kostenlose Kindergartenplätze von der Stadt Wien nur an Kinder berufstätiger Eltern vergeben – gleichzeitig muss man bei Arbeitslosigkeit nachweisen, dass das Kind betreut wird, ansonsten gibt es kein Arbeitslosengeld.

Mit Corona haben sich durch Homeoffice und steigende Arbeitslosigkeit neue Probleme ergeben. Vor allem die Betreuung der Kinder bei Schließung von Schulen und Kindergärten führt zu großer Überlastung. Hinzu kommt die Unsicherheit, ob der Arbeitsplatz gesichert ist oder wie man in der Arbeitslosigkeit über die Runden kommen soll.
Anerkennung von Reproduktionsarbeit, Arbeitszeitverkürzung und Existenzsicherung sollen mehr in den Mittelpunkt der Politik gerückt werden.

Die Kandidat*innen bei der Wien-Wahl 2020

  1. Mag. Mag. Barbara Stefan
  2. Keivan Amir Amiri
  3. Olivia Requat
  4. Karin Hädicke
  5. Camilo Molina Xaca
  6. Sophie Bitter-Smirnow
  7. Dr. Friedrich Schiller

Melde dich bei uns und schau bei einem unserer Treffen der Bezirksgruppe Meidling/Liesing vorbei: links-suedwest@links-wien.at

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